News

21.03.2020

Viren sind keine Tiere und zählen auch nicht zu den Lebewesen. Es sind organische Strukturen, die durch Übertragung z.B. von Körperflüssigkeit verbreitet werden. Sie bestehen aus einer Hülle aus Fetten und Proteinen und einem Kern mit Erbinformation (RNA oder DNA).

Für das Waschen der Hände eignet sich Seife und Wasser besonders gut: Die Seife löst die Fettschicht der Virenhülle auf, die Viren werden damit zerstört und mit Wasser weggewaschen. Seife und Wasser sind für die Hygiene genauso gut wie Desinfektionsmittel. Allerdings dauert es einen Moment, bis sich die Virenhüllen auflösen, weshalb empfohlen wird, die Hände 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife zu waschen. 

Kurzfilm (in Englisch) zum Waschen von Händen mit Wasser und Seife.

© Danièle Martinolli, Pro Natura
19.03.2020

Summende Insekten, Vogelgezwitscher und ein farbenfrohes Durcheinander aus einheimischen Pflanzen – haben Sie ein solches Naturparadies zu Hause? Dann nehmen Sie am Wettbewerb von Pro Natura teil. Dabei ist es egal, ob Sie einen Garten, Balkon oder eine Fassadenbegrünung besonders naturnah gestaltet haben: jeder Fleck Natur sorgt für mehr Vielfalt und bietet Nahrung, Unterschlupf und Heimat für Tiere und Pflanzen.

Wenn Sie einheimische Pflanzen fördern, auf invasive Neophyten, Pestizide und torfhaltige Produkte verzichten und eine möglichst grosse Fläche naturnah gestalten, haben Sie alle nötigen Voraussetzungen erfüllt, um am Wettbewerb von Pro Natura teilzunehmen und können sich eine Plakette für Ihren besonders wertvollen Naturgarten sichern. 
Sind Sie neugierig geworden? Dann melden Sie sich noch bis Ende Mai 2020 an. Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website von Pro Natura.
 

© Bettina Wittner
13.03.2020

Haben Sie einen Garten oder einen Balkon und möchten Sie etwas zur Förderung der Biodiversität tun? Seit 2017 bieten die Einwohnergemeinde Cham und die Gemeinde Hünenberg kostenlose NATUR-KUR-Beratungen für eine naturnahe Garten- oder Balkongestaltung an. Auch in diesem Jahr werden pro Gemeinde 10 kostenlose Beratungen von einer Fachperson des Vereins Pro Natura durchgeführt.

Vor Ort werden Ihnen Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie Ihren Garten oder Balkon naturnah aufwerten können. Neben den interessanten Informationen und Tipps, erhalten Sie einen Apéro-Korb oder einen Gutschein für Wildpflanzen im Wert von CHF 100.00, wenn Sie innerhalb von 12 Monaten naturnahe Massnahmen umgesetzt haben.

Sind Sie interessiert? Anmeldungen sind vom 1. April bis 31. Oktober 2020 möglich und werden nach Eingang berücksichtigt. Melden Sie sich somit möglichst schnell an und profitieren Sie von diesem tollen Angebot.

Weitere Informationen und einen tollen Massnahmenkatalog zum Ausdrucken finden Sie auf Einwohnergemeinde Cham.

12.03.2020

Die Einwohnergemeinde Cham lanciert die Aktion «Igel gesucht». Für das Projekt werden Freiwillige gesucht, die mithelfen, die Igelpopulation in Cham zu erforschen. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, an einem lokalen Forschungsprojekt mitzumachen, um herauszufinden, wie es um den Igel in Cham steht! Für die Teilnahme am Projekt braucht es keine Vorkenntnisse.

Freiwillige können auch zu zweit oder als Familie mitmachen. Das Projekt: Zwischen Mai und Ende September 2020 stellen Freiwillige während einer Woche jeweils 10 Spurentunnels in einem Gebiet auf und kontrollieren diese täglich. Der Aufwand beträgt circa 1 bis 1.5 Stunden pro Tag während insgesamt 5 Tagen, zusätzlich braucht es rund 4 Stunden für das erstmalige Aufstellen der Spurentunnels.

Interessiert? Bei Fragen gibt Ihnen Frau Manuela Hotz, Projektleitung Umwelt der Einwohnergemeinde Cham, unter Tel. 041 723 87 77 oder E-Mail manuela.hotz@cham.ch gerne Auskunft.

Veranstaltungshinweis: Infoanlass für Freiwillige zum Projekt "Igel gesucht" in Cham

Dienstag, 5. Mai 2020, 19.00 Uhr, Im Lorzensaal Cham

Anmeldung: Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter igel@wildenachbarn.ch

10.03.2020

Copyright: Jon Juarez

Für Wildtiere können Städte sowohl neue Chancen als auch Bedrohungen darstellen. Manche Arten kommen in diesem neuartigen Lebensraum besser zurecht als andere. Ob die Nutzung oder Nichtnutzung solcher neuartiger Lebensräume auch innerhalb einer Art unterschiedlich ausfällt, erkundeten Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Luxemburgischen Nationalmuseums für Naturgeschichte (NMNH). Sie analysierten das genetische Material von Rotfüchsen (Vulpes vulpes), die in Berlin und seiner Umgebung leben. Sie identifizierten „städtische“ und „ländliche“ Fuchspopulationen und zeigten, dass physische Barrieren wie Flüsse oder Bauwerke den Austausch zwischen diesen Populationen behindern, aber auch Unterschiede in der menschlichen Aktivität in diesen Landschaften eine große Rolle spielen. Stadtfüchse sind weniger empfindlich gegenüber menschlicher Aktivität, wenngleich auch sie den Abstand zum Menschen halten und sich daher bevorzugt entlang großer Bahn- und Straßentrassen bewegen. Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Molecular Ecology" veröffentlicht. 

Publikation

Kimmig SE, Beninde J, Brandt M, Schleimer A, Kramer-Schadt S, Hofer H, Börner K, Schulze C, Wittstatt U, Heddergott M, Halczok T, Staubach C, Frantz AC (2019): Beyond the landscape: resistance modelling infers physical and behavioural gene flow barriers to a mobile carnivore across a metropolitan area. Molecular Ecology.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/mec.15345

Pressemitteilung des Leibniz-IZW

21.02.2020

Wir suchen: eine Praktikantin / ein Praktikant 80 bis 100% ab Mai 2020, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in Zürich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch.

Ihre Aufgaben

  • ​​​​Mitarbeit in Citizen Science-Projekten, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in Zürich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch

  • Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz, Stadtökologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterstützung im Büro, Management, Datenerfassung, Datenaufbereitung

Start: Mai 2020

Bewerbungen bis am 8. März 2020 gemäss Ausschreibung.

Weitere Infos in der Ausschreibung

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

Hans Althaus © wildenachbarn.ch
30.01.2020

Mitte Dezember 2019 liess eine Meldung aus dem Bünderland viele Menschen in der Schweiz aufhorchen. Nach dem Abschuss eines Hirsches durch die Wildhut in Arosa wurde entdeckt, dass der geschossene Hirsch sechs Kilo Plastikmüll im Magen hatte. Man identifizierte unter anderem Plastikhandschuhe, Schnüre und Vogelfutternetze. Laut dem Kanton Graubünden befanden sich einige der gefundenen Überreste schon jahrelang im Körper des Tieres. Das Tier hielt sich vermehrt in Siedlungen auf, um nach Futter zu suchen. 

Doch nicht nur Plastikmüll, sondern auch Glasscherben, Drähte, Schnüre und Zigarettenstummel können für Wildtiere sehr gefährlich sein. Mehr zum Thema Wildtiere und Abfall finden Sie neu auf unserer Webseite

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in Gärten und Grünanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen Körper und relativ kurzen, nicht mehr als körperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der Körper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie können weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die Höhe fliehen, weshalb sie häufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

© Denis Torche / nosvoisinssauvages.ch
30.12.2019

Die Jahreswende steht bevor und dies soll gefeiert werden. Häufig geschieht dies mit dem Einsatz von Feuerwerk. Was für uns schön anzusehen ist, bedeutet für die Wild- und Haustiere Angst und Schrecken. Der plötzliche Lärm und das Licht erschrecken die Tiere, die aus Panik flüchten. Während der Flucht können Unfälle geschehen, die Tiere verbrauchen unnötig Energie und meiden gewisse Gebiete danach teils für Wochen. Zudem kann der Schrecken bei den Tieren zu Fehlgeburten führen. Die Überreste der Feuerwerkskörper verbleiben oft in der Natur und geben Stoffe ab, die nicht dort hin gehören.

In der Schweiz trägt das Feuerwerk zu 2% der gesamten Feinstaubemmision bei, obwohl Feuerwerke vor allem an zwei Tagen abgelassen werden. Dies ist auch für die Menschen relevant, da sich an diesen Tagen die Feinstaubbelastung erhöht.

Aus diesen Gründen - den Tieren zuliebe - feiern Sie den Jahreswechsel doch ohne Knaller und Raketen.

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