Mittwoch, 15. April 2026 Fledermäuse beobachten, die Nacht neu entdecken und dabei der Natur helfen: Das Projekt «Lebendige Nacht: Fledermäuse rund ums Haus» von Wilde Nachbarn Zug sucht Freiwillige aus dem Kanton Zug. Gesucht sind Personen, die an einem Sommerabend im eigenen Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnumgebung Fledermausrufe aufnehmen möchten. Ziel ist es, mehr über die Verbreitung der Fledermäuse im Kanton Zug zu erfahren und herauszufinden, welche Gärten und Grünräume besonders wichtige Jagdgebiete für die Tiere sind. Gärten, Parks und begrünte Wohnumgebungen sind wichtige Lebensräume im Siedlungsraum. Auch Fledermäuse nutzen diese Orte: Sie jagen dort Insekten oder fliegen durch die Grünräume auf dem Weg zu ihren Jagdgebieten. Aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise bleiben sie jedoch für viele Menschen unsichtbar.Bereits 2024 haben fast 50 Freiwillige in rund 70 Innenhöfen im Kanton Zug Fledermäuse untersucht. Die Trägerschaft von Wilde Nachbarn Zug möchte dieses Wissen nun mit Unterstützung der Bevölkerung erweitern. Projektmitarbeit «rund ums Haus» Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschallrufen. Da jede Art ein spezifisches Rufmuster aufweist, lassen sich die Arten über diese Rufe bestimmen. Für das Projekt werden deshalb im Sommer 2026 erneut Freiwillige gesucht, die an einem Abend Fledermausrufe mit speziellen Aufnahmegeräten in ihrer Wohnumgebung aufnehmen.«So erhalten wir Einblicke in viele Gärten und Grünräume, die sonst kaum untersucht werden», sagt Projektleiterin und Wildtierbiologin Julia Felber. Die Aufnahmen helfen zu verstehen, wie Gartenstrukturen oder Lichtverhältnisse das Vorkommen verschiedener Fledermausarten beeinflussen. So funktioniert’s Interessierte erhalten per Post ein Mitmach-Päckli mit einem kleinen Aufnahmegerät, einer sogenannten AudioMoth, sowie einer Anleitung. Das Gerät wird an einem frei gewählten Sommerabend zwischen Mai und Ende August im Freien aufgehängt und am nächsten Tag zurückgeschickt. Im Herbst erfahren die Teilnehmenden, welche Fledermausarten in ihrer Umgebung unterwegs waren. Lichtverschmutzung im Blick Neben den Fledermausaufnahmen erkunden die Teilnehmenden ihr Quartier bei einem 30-minütigen Abendspaziergang. Dabei kartieren sie die nächtliche Lichtsituation: Wo brennt Licht die ganze Nacht? Wo ist das Licht unnötig hell? Gleichzeitig können sie nachtaktive Wildtiere über die Meldeplattform von Wilde Nachbarn melden: zug.wildenachbarn.ch/melden.«Nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, Glühwürmchen oder Nachtfalter leiden stark unter künstlichem Licht», erklärt Projektleiterin Julia Felber. Beleuchtete Fassaden, Wege oder Gärten können ihre Nahrungs- und / oder Partnersuche beeinträchtigen und wichtige Lebensräume entwerten.Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wurde die Broschüre «Lebendige Nacht: Licht aus für unsere Wildtiere» entwickelt. Sie zeigt die Auswirkungen von Lichtverschmutzung und gibt praktische Tipps für einen tierfreundlicheren Umgang mit Aussenbeleuchtung. Informationsanlass in Zug Am Mittwoch, 29. April 2026, um 18.30 Uhr findet im Burgbachsaal in Zug ein Informationsanlass zum Projekt statt. Interessierte erfahren dort mehr über die faszinierende Lebensweise der Fledermäuse und darüber, wie sie sich am Projekt beteiligen können.Weitere Informationen und Anmeldung: wildenachbarn.ch/agenda/infoanlass-fledermaeuse-zug2026Informationen zur Aktion: zug.wildenachbarn.ch/LebendigeNacht2026_WNZG Wilde Nachbarn Zug – für Wildtiere im Siedlungsraum Die Melde- und Informationsplattform «Wilde Nachbarn» ist ein schweizweites Projekt. Im Kanton Zug wird es von sechzehn lokalen Organisationen und Institutionen getragen, darunter der Kanton Zug, Pro Natura Zug, WWF Zug sowie mehrere Gemeinden und die Stadt Zug. Ziel ist es, Wissen über Wildtiere im Siedlungsraum zu sammeln und die Bevölkerung für die Natur vor der eigenen Haustür zu sensibilisieren. Links Aktionsseite: zug.wildenachbarn.ch/LebendigeNacht2026_WNZGAnmeldung Informationsanlass: wildenachbarn.ch/agenda/infoanlass-fledermaeuse-zug2026 Rückfragen Julia FelberWilde Nachbarn Zugjulia.felber@wildenachbarn.ch+41 44 500 41 32