Igel gesucht in Cham

Etwas raschelt im Gebüsch. Beim Nachsehen ist…auch der Igel überrascht, duckt sich zuerst und trippelt dann schnell davon. Oder auf dem Heimweg vom Kino, plötzlich huscht eine kleine stachelige Kugel über die Straße…Igel, mitten in der Stadt.

Melden Sie Ihre Igel-Beobachtungen!

Sind Sie einem Igel in der Stadt Cham begegnet? Ihre Beobachtungen interessieren uns! Helfen Sie mit, herauszufinden, wie es um die Igel in Cham steht. Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Den Igeln auf der Spur…

Möchten Sie sich aktiv am Projekt beteiligen? Wir suchen Freiwillige, die uns dabei helfen, jeweils während einer Woche 10 Spurentunnel in einem zugeteilten Gebiet in Cham aufzustellen und diese während der Woche täglich zu kontrollieren. Als Einstieg ins Projekt führen wir eine Weiterbildung rund um Igel und die Methoden des Igelprojekts durch. Interesse? Melden Sie sich bei: igel@wildenachbarn.ch

 

 

Flyer "Igel gesucht"

Weitere Informationen zum Igel gewünscht? Klicken Sie hier.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

Der Igel – kleiner Fußgänger

Igel haben es gerne vielfältig: Sie schlafen im dichten Gebüsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf kurz geschnittenen Wiesen nach Schnecken, Würmern und Käfern. Naturnahe Innenhöfe, vielfältige Wiesen und Gärten mit verwilderten Ecken sind daher bei Igeln sehr beliebt.

Schon ein Absatz von 20 cm kann für die kleinen Fußgänger ein unüberwindbares Hindernis bedeuten. Die Stadt ist für Igel deshalb ein wahres Labyrinth, in dem sie sich jedoch dank ihres ausgezeichneten Ortsgedächtnisses gut zurechtfinden. Sie kennen die verschiedenen Durchschlüpfe wie Mauer- oder Zaunlücken genau und nutzen diese auf ihren nächtlichen Spaziergängen.

Wie steht es um unsere stacheligen Nachbarn?

Aktuelle Beobachtungen weisen darauf hin, dass heute weit weniger Igel in Siedlungsräumen leben als noch vor 20 Jahren. Ein Trend, der sich mit Erfahrungen aus andern europäischen Ländern deckt. Vor allem die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Grünräume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Igel in Cham steht!

 

Ihre Beobachtungen interessieren uns!     

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bevölkerung wollen wir Wissenslücken über die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere in der Stadt Cham schließen. Aufgrund der dabei gewonnen Daten können Maßnahmen erarbeitet werden, um Igel im Siedlungsraum gezielt zu fördern. Haben Sie auf dem Nachhauseweg vom Kino oder auf dem nächtlichen Spaziergang durchs Quartier einen Igel gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Nächtliche Spaziergänge sichtbar machen

Zur Ergänzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bevölkerung wollen wir mit Hilfe von sogenannten Spurentunnel sichtbar machen, wo Igel während der Nacht unterwegs sind. Dafür werden über die ganze Stadt verteilt entlang von Hecken und Blumenbeeten in Privatgärten Spurentunnel aufgestellt. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterlässt er dank den im Tunnel ausgebrachten Farbstreifen und Papier seine Fussabdrücke. Auf diese Weise kann ein Nachweis für das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. Betreut werden die Spurentunnel von Freiwilligen.

Freiwillige gesucht

Haben Sie Interesse, während einer Woche 10 Spurentunnel in einem Gebiet der Stadt zu betreuen? Melden Sie sich bei uns! Weitere Informationen erhalten Sie unter: igel@wildenachbarn.ch

 

Stadtfauna

Städte und Siedlungsgebiete beherbergen eine erstaunlich artenreiche Tierwelt. Das Stadtfauna-Buch zeigt rund 600 Arten, die in den letzten Jahren in mitteleuropäischen Städten beobachtet werden konnten, vom Süßwasserschwamm bis zur Nordfledermaus.

Wieso Igel erforschen?

© Martin Goebel / stadtwildtiere.ch

 

Die Igelpopulation der Stadt Zürich wurde 1993 auf mehr als 2500 Tiere geschätzt. 25 Jahre später mehren sich die Hinweise, dass die Igelpopulation rückläufig ist und die Resultate aus den aktuellen Projekten verzeichnen einen Populationsrückgang von 40% in der Stadt Zürich.

Rückgang auch in anderen Ländern

Der rückläufige Trend deckt sich mit den Erfahrungen aus andern europäischen Ländern. Die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Grünräume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Schweizer Igelpopulation steht und was die Gründe für den Rückgang sind!

Wilde Nachbarn Zug
Träger und Partner